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&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/festival-of-lights/16-dri-deutscher-dom-seitenansicht.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Deutscher Dom&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;img width="500"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/festival-of-lights/32-brandenburger-tor-2.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Brandenburger Tor&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;img width="500"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/festival-of-lights/34-dri-eingang-zoologischer-garten.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Eingang Zoologischer Garten&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;img width="499"
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     alt=""
    /&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Siegess&#xE4;ule&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Leben</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-11-12T20:08:05Z</dc:date></item><item><title>London 2005</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/10/27/london-2005.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/323/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Zu dem Thema noch ein Filmchen &#xFC;ber die Anschl&#xE4;ge in London 2005.&lt;a href="http://video.google.com/videoplay?docid=8756795263359807776"
    &gt;&lt;br/&gt;
&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://video.google.com/videoplay?docid=8756795263359807776"
    &gt;video.google.com/videoplay&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und bez&#xFC;glich was generell so abgeht, kann man sich folgenden Film g&#xF6;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://video.google.de/videoplay?docid=5024787479139933029"
    &gt;video.google.de/videoplay&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Leben</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-10-27T12:54:03Z</dc:date></item><item><title>9/11 - Unter falscher Flagge</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/10/26/9-11-unter-falscher-flagge.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/321/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Nach der unterhaltsamen Kost in Form des Berichts &#xFC;ber die Eselwanderung, nun offtopic etwas ernstes. Sehr ernst und offtopic nur auf den ersten Blick, schlie&#xDF;lich sind wir als Reisende, die auch mal das Flugzeug nutzen, den Schikanen des Sicherheitspersonals und neuen Vorschriften seitens der EU ausgeliefert. Gar nicht zu schweigen von den omnipr&#xE4;senten &#xDC;berwachungskameras, elektronischen Fingerabdr&#xFC;cken und zuk&#xFC;nftig eingesetzten Nackstscannern. Als ich dieses Jahr in Berlin losgeflogen bin, hatte ich schon einen manuellen Vorgeschmack seitens des Sicherheitsbeamten bekommen, der kurz davor war auch die Unterhose abzutasten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum passiert das alles? Na klar, das Gespenst des islamischen Terrorismus geht um, der alles und jeden in die Luft sprengen will. Demzufolge l&#xE4;sst sich dann auch alles rechtfertigen was vordergr&#xFC;ndig mit der Bek&#xE4;mpfung des Terrorismus zu tun hat, in Wirklichkeit jedoch der Kontrolle der B&#xFC;rger dient und zur Abschaffung von B&#xFC;rgerrechten, Privatsp&#xE4;re und W&#xDC;RDE f&#xFC;hrt. War die W&#xFC;rde des Menschen nicht mal unantastbar? Erstaunlich das so viele das unterst&#xFC;tzen, v.a. jene, die das Stasiregime erlebt haben. Aber da w&#xE4;ren wir schon bei der meinungsbildenden Macht der Medien. Wenn man den Menschen ein Thema und vermeintlich notwendige Handlungen nur oft genug vorkaut und als Tatsachen verkauft, werden sie das auch irgendwann glauben. Das sollte bekannt sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer nun ein unersch&#xFC;tterliches Vertrauen in Politiker besitzt und glaubt, sie sagen immer die Wahrheit, den wird folgender Film nicht interessieren, vertritt jener doch eine andere Meinung zu den Anschl&#xE4;gen des 11.09.2001, als die offizielle Version von Osama, dem Schrecklichen und seinen Schergen. Wer gerne pauschal Thesen als Hirngespinst diffarmiert, die auf den ersten Blick wie Verschw&#xF6;rungstheorien aussehen, der wird ebenfalls schnell wegschalten. Dabei erscheint vielleicht eine alternative Theorie nur deshalb so abstrus, weil die g&#xE4;ngige und politische gewollte Meinung so oft widergek&#xE4;ut wurde. Beim logischen Nachdenken, kommt der ein oder andere jedoch abweichenden Schl&#xFC;ssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier nun also der Link zur Homepage, wo man den Film &#xFC;ber 9/11 und die Folgen sehen kann. Au&#xDF;erdem steht dort der Film auch zum Download bereit:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.nuoviso.de/filmeDetail_unterfalscherflagge.htm"
    &gt;www.nuoviso.de/filmeDetail_unterfalscherflagge.htm&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;Ein sehr interessantes Blog gibt's au&#xDF;erdem hier:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href="http://infowars.wordpress.com/category/false-flag-operation/"
    &gt;infowars.wordpress.com/category/false-flag-operation/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Leben</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-10-26T21:31:41Z</dc:date></item><item><title>Achtung</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/10/16/achtung.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/308/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;So liebe Leute,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;der Bericht &#xFC;ber die Wanderung ist fertig. Ich war in Schreiblaune, dementsprechend ist er etwas ausf&#xFC;hrlicher geworden. Auf die schnelle habe ich auch ein paar Fotos eingef&#xFC;gt. Allerdings wird sp&#xE4;ter der Link zu mehr Bildern folgen. Ich habe meine Ausf&#xFC;hrungen in 4 Teile gegliedert, also nehmt euch etwas Zeit, kocht euch einen Tee und habt Vergn&#xFC;gen beim Lesen!&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Reisen</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-10-16T00:24:32Z</dc:date></item><item><title>Teil 1  Das pr&#xE4;asinistische Aufw&#xE4;rmen</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/10/15/teil-1-das-praeasinistische-aufwaermen.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/303/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;J&#xFC;rgen brachte mich nach Millau und ich machte mich auf die siebenst&#xFC;ndige Reise nach Le Puy. F&#xFC;r die ersten 170 km ben&#xF6;tigte ich &#xFC;ber 4 Stunden. Im Zug erz&#xE4;hlte mir ein Schweizer, dass in Le Puy gerade ein Mittelalterfest stattfindet. Damit war klar, dass ich in der Stadt &#xFC;bernachten muss, um m&#xF6;glichst viel von dem Treiben mitzunehmen. Option eins, n&#xE4;mlich abends die Stadt anschauen, sich anschlie&#xDF;end schon auf die Strecke zu begeben und sich irgendwo in die B&#xFC;sche zu knallen, war gestorben. Blieben Option zwei, der Campingplatz und Option drei, die Jugendherberge oder G&#xEE;te. Campingplatz war zu weit vom Zentrum des Geschehens entfernt, also auf zur Jugendherberge. Die war aufgrund des Mittelalterfestes, wie alle anderen G&#xEE;tes auch, restlos ausgef&#xFC;llt. Doch ein netter Herr in Adelstracht hatte die g&#xF6;nnerhafte Idee, dass ich in der Herberge der Jakobspilger mal vorstellig werden sollte. Sprach&#x2019;s und begleitete mich sogleich. Da ich auch ein Wanderer war, stellte die Aufnahme gar kein Problem dar. Ich &#xFC;bernachtete inklusive Fr&#xFC;hst&#xFC;ck gegen Spende. Besser h&#xE4;tte es nicht laufen k&#xF6;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     align="middle"
     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/01-le-puy.jpg"
     alt="Kirche auf einem Basaltfelsen in Le Puy"
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kirche auf Basaltfelsen in Le Puy&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Das Fest war klasse. Eigentlich wirkte es gar nicht wie ein Fest (&#xFC;brigens offiziell Renaissancefest zu Ehren des Vogelk&#xF6;nigs Franz I.), sondern als wenn die Einwohner der Stadt permanent in dieser Kleidung herumlaufen. Das wertete die ganze Atmosph&#xE4;re aus Gauklerdarbietungen, Fress- und Saufgelagen, sowie Musik unglaublich auf.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Der erste Wandertag hielt locker-flockige 19 km f&#xFC;r mich bereit. Die richtige Distanz, um warm zu werden und sich wieder ans Laufen mit schwerem Gep&#xE4;ck zu gew&#xF6;hnen. Den ganzen Vormittag wanderte ich durch dicksten Nebel, ehe um die Mittagszeit innerhalb von zehn Minuten s&#xE4;mtliche Nebelschwaden verschwanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/03-spinnenweben.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Recht unspektakul&#xE4;r auf der Landstra&#xDF;e erreichte ich den Startort von Robert Louis Stevenson - Le Monastier-sur-Gazeille. Man k&#xF6;nnte nun annehmen, dass das Dorf extra f&#xFC;r die Touristen fein herausgeputzt ist, doch das war nicht der Fall. Die H&#xE4;user schon leicht angegraut, der Putz bl&#xE4;tterte hier und da, aber daf&#xFC;r wirkte dieser Ort echt und ungek&#xFC;nstelt und das war umso sch&#xF6;ner. Gekr&#xF6;nt wurde das ganze von einer Meute &#xE4;lterer Franzosen wie aus dem Bilderbuch, die vor dem Museum Boule spielten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/04-franzose.jpg"
     alt="Bernard, Boulespieler aus Leidenschaft"
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Bernard, Boulespieler aus Leidenschaft&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der eine hatte eine Uraltm&#xFC;tze auf dem Kopf samt Streichholz oder so was &#xE4;hnliches im Mund, der n&#xE4;chste paffte ein Zigarillo, einer schaute mich durch die Augen eines knallroten Gesichts an, das jemand annimmt, der nur allzu gern dem Wein zuspricht und der n&#xE4;chste verfolgte das fr&#xF6;hliche Treiben auf Kr&#xFC;cken. Auf dem Weg zum Campground stellte sich bei mir beim Anblick der auvergnatischen Landschaft mit ihren wahnsinnig gr&#xFC;nen T&#xE4;lern und bewaldeten Bergr&#xFC;cken ein unbeschreibliches Hochgef&#xFC;hl ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/05-velay.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Landschaft des Velay&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;22. September 2008, heute vor genau 130 Jahren brach Stevenson mit seiner Eseldame Modestine nach S&#xFC;den auf. Wie der Zufall so spielt. Auf mich wartete ein langer Marsch durch eine relativ monotone Landschaft. Nachdem ich ein zweites und letztes Mal die Loire &#xFC;berquert hatte, f&#xFC;hrte der Weg durch recht intensiv ackerwirtschaftlich genutztes Kulturland. Ich kam langsamer voran als gedacht und um mein Tagesziel zu erreichen, musste ich leider auf den kreisrunden Kratersee &#x201E;Lac du Bouchet&#x201C; verzichten. Hatte mich schon etwas gewurmt, aber morgen Vormittag wartete schlie&#xDF;lich mein Esel auf mich. Ergo lautete das Motto: Strecke machen. Ich passierte kleinere und gr&#xF6;&#xDF;ere D&#xF6;rfer und ein paar hundert Meter hinter dem letzten Weiler schlug ich neben einer stillgelegten Bahntrasse mit Blick auf die Abendd&#xE4;mmerung mein Zelt auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     align="middle"
     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/07-landschaft-am-abend.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Reisen</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-10-15T23:51:08Z</dc:date></item><item><title>Teil 2   Mit Kenneth auf Tour - Anlaufschwierigkeiten</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/10/15/teil-2-mit-kenneth-auf-tour-anlaufschwierigkeiten-2.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/300/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Am heutigen Dienstag sollte es also soweit sein - ein Esel wird mein Weggef&#xE4;hrte. Ich hatte noch 9 km Zeit, mich mental darauf einzustellen, ehe ich die siebent&#xE4;gige Verantwortung f&#xFC;r das Tier &#xFC;bernahm. Mit jedem Kilometer der verstrich, wurde mir bewusster, worauf ich mich einlasse. Direkt proportional dazu nahm das zittrige Gef&#xFC;hl zu, ob ich dieser Aufgabe &#xFC;berhaupt gewachsen sei. Komplett ohne Vorkenntnisse im Eseltreiben waren diese Gedanken berechtigt.&lt;br/&gt;
In Pradelles, einem ehemals bedeutenden Handelsplatz an der alten Handelsroute vom Mittelmeer nach Paris, wollte ich nun meinen Esel bei dem lustig-verschrobenen Besitzer Gilles abholen. Ich traf ihn in seinem Gem&#xFC;segarten. Ehe wir zu Kenneths Weide gingen, fiel mich zur Begr&#xFC;&#xDF;ung eine Gans an. H&#xFC;hner liefen au&#xDF;erdem zwischen den Beeten umher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/08-gilles-mit-kenneth.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kenneth mit seinem Besitzer Gilles&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Mit einem alten St&#xFC;ck Baguette lie&#xDF; sich Kenneth (wir sind in Frankreich und das &#x201E;th&#x201C; wird als &#x201E;t&#x201C; gesprochen) anlocken und ich lernte daraufhin, wie ich den Esel mit wenigen Handgriffen sattele und mein Gep&#xE4;ck gleichm&#xE4;&#xDF;ig verteilt in den Packtaschen verstaue. Die zweite wichtige Lektion bestand darin, dass mich Gilles mit der Morgenpflege vertraut machte. Will sagen, Fell b&#xFC;rsten und Hufe sauber machen bildeten fortan den Auftakt in den Eselwandertag. Zum Abschluss noch die wichtigen Kommandos &#x201E;Allez!&#x201C; und &#x201E;Stopp!&#x201C;, verkn&#xFC;pft mit der (wie sich sp&#xE4;ter herausstellen sollte) essentiellen Information, dass Grasen unterwegs verboten ist, und fertig war der Schnellkurs Eselkunde. Ich lief mit Kenneth den Hang zur Nationalstra&#xDF;e hinunter Probe. Als ich sie &#xFC;berquerte, war ich auch schon auf mich allein gestellt. Gilles rief noch hinterher &#x201E;C&#x2019;est tr&#xE8;s facil.&#x201C; - &#x201E;Das ist sehr einfach.&#x201C; Nun ja, ich sollte eigene Erfahrungen machen.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
So hatte ich nun einen Esel an der Backe, der stoisch neben mir hertrottete. Das gewohnte Wandertempo verlangsamte sich abrupt, daf&#xFC;r trug Kenneth meine Ausr&#xFC;stung. Ein guter Vertrag, wie ich fand. Lediglich den Gro&#xDF;teil meiner Fotoausr&#xFC;stung hatte ich vor meinen Latz geschnallt. Gut 1 kg, aber was ist das schon. Da w&#xE4;ren wir allerdings schon bei Punkt 1 der kennethschen Konfliktsituationen, die ich an diesem Vormittag noch als gar nicht so gravierend wahrgenommen habe. Als Fotograf halte ich nat&#xFC;rlich zwischendurch an, um zu fotografieren. Habe also beide H&#xE4;nde an der Kamera und keine am Esel. Der ist zwar angebunden, grast aber trotzdem munter vor sich hin. Nun ist der Esel von Natur aus ein Schlingel und testet jeden neuen Eseltreiber zun&#xE4;chst ausgiebig auf dessen Toleranzgrenze. Gilles meinte noch, dass die ersten Kilometer extrem wichtig sind und ich hart bleiben muss - Futter gibt&#x2019;s nur in der Mittagspause und am Abend (die Campingpl&#xE4;tze/ G&#xEE;tes/ Hotels am Stevensonweg sind auf Esel eingestellt und haben Weiden).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/12-kenneth-im-baum.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kenneth bei seiner Lieblingsbesch&#xE4;ftigung&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#xE4;hrend ich Fotos machte, graste er also neben mir und ich hatte die erste Pr&#xFC;fung verbockt. Aber wer kann schon den treuherzig-dumpfen Augen widerstehen? Ich im &#xDC;berschwang der neuen Erfahrung nicht, doch das sollte sich recht bald &#xE4;ndern. Kenneth jedenfalls merkte sich das sehr genau. Wenn ich anhielt und so ein komisches Ding aus einer ebenfalls komischen Tasche zottelte, konnte er grasen. Und was in solchen Situationen m&#xF6;glich war, dass konnte doch auch beim Laufen durchf&#xFC;hrbar sein. Die Welt hatte sich schlie&#xDF;lich f&#xFC;r ihn aus einem kleinen umz&#xE4;unten St&#xFC;ck Wiese in eine riesengro&#xDF;e Weide verwandelt. Den ganzen ersten Tag war ich damit besch&#xE4;ftigt, den Esel auf Kurs zu und vom grasen abzuhalten. Da der Tag sich immer mehr dem Ende zuneigte, ging mir das immer mehr auf die Nerven und die Gangart wurde etwas forcierter. Doch es gab auch am&#xFC;sante Szenen, n&#xE4;mlich dann wenn Kenneth im Mittelpunkt einer Horde Vorschulkinder stand und von zig H&#xE4;nden bet&#xE4;tschelt wurde. Nur einen Ort sp&#xE4;ter r&#xE4;chte er sich an Kindergartenkindern, die seinetwegen komplett aus dem H&#xE4;uschen waren und auf dem ca. 1 m hohen (verschlossenen) Tor der Kindergarteneinfahrt eine Traube bildeten, um meinen Esel zu ber&#xFC;hren. Kenneth blieb exakt in dem Abstand vor ihnen stehen, dass eben genau das nicht m&#xF6;glich war. Und er starrte sie nieder.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     align="middle"
     alt=""
     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/09-eselschaender.jpg"
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Eselsch&#xE4;nder&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Inzwischen hatte ich die von Landwirtschaft und Vulkankegeln gepr&#xE4;gte Landschaft des Velay hinter mir gelassen und befand mich im waldreichen und wilderen G&#xE9;vaudan. Ich wollte in einer G&#xEE;te in dem Nest Cheylard l&#x2019;&#xC9;v&#xEA;que &#xFC;bernachten. Ausgebucht, immerhin konnte Kenneth nach l&#xE4;ngerer Diskussion die Eselweide nutzen. Er war der einzige Esel weit und breit, musste lediglich auf der Weide abgestellt werden und erforderte demzufolge minimalen bis gar keinen Aufwand. Trotzdem musste der Herbergsvater einen kleinen Aufstand machen, dass er ja daf&#xFC;r gar keine Zeit und &#xFC;berhaupt ach so viel zu tun hat. Dass sich manche Leute so zickig haben m&#xFC;ssen. Ich &#xFC;bernachtete erh&#xF6;ht auf einem Felsen neben einer Kapelle mit Blick ins Tal. Viel besser als G&#xEE;te!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     align="middle"
     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/10-kapelle.jpg"
     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Kapelle bei Cheylard l'&#xC9;v&#xEA;que&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Die Weide schien Kenneth gefallen zu haben. Die ersten 12 km bis zur Burgruine von Luc hielt er gut mit und hatte eher selten das Bed&#xFC;rfnis zu grasen. Ich war &#xFC;berrascht und positiv f&#xFC;r die n&#xE4;chsten Tage gestimmt. Doch so schnell die Freude kam, so schnell verflog sie auch wieder. Trotz einst&#xFC;ndiger Pause an der Burg brauchten wir f&#xFC;r die n&#xE4;chsten 5 Kilometer 2,5 Stunden. Er zickte und bockte und best&#xE4;tigte das Klischee vom st&#xF6;rrischen Esel. Da die normale Methode, den Esel in Gang zu setzen (sanfte Stockschl&#xE4;ge auf das Hinterteil), in meiner Art der Ausf&#xFC;hrung irgendwie nicht funktionierte, musste ich andere Strategien entwickeln. Als am g&#xFC;nstigsten erwies sich &#x201E;von-vorne-ziehen-bis-er-nachgibt&#x201C;. Wir lieferten uns einige Duelle. Problematisch wird das nur, wenn sich das Seil zunehmend in die Hand einschneidet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     alt=""
     src="http://unterwegs.freeflux.net//files/_galleries/gallery/eselwandern/13-tauziehen.jpg"
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Tauziehen 2.0&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Wenn auch langsam, so kamen wir immerhin voran. Eigentlich wollte ich diese Nacht im Kloster schlafen. Der Weg, der den Aufstieg aus dem Tal durch den Wald bew&#xE4;ltigte, war schon zu sehen, als Kenneth sich am Abzweig pl&#xF6;tzlich keinen Millimeter mehr bewegen wollte. Es war absolut nichts zu machen. Gro&#xDF;z&#xFC;gige Menschen boten ihm Wasser an, doch das war es nicht. Er wollte einfach nicht da rauf. Eine halbe Stunde stand ich ratlos da und spielte schon mit dem Gedanken Gilles anzurufen, was denn zu machen sei. Ich h&#xE4;tte lange mit dem Gedanken spielen k&#xF6;nnen, denn ein Funknetz war nicht verf&#xFC;gbar.&lt;br/&gt;
Es half nichts. Das Kloster konnte ich vergessen, ab durchs Tal der Allier zum Campingplatz. Ich war reichlich gefrustet und verfiel in einen mittelschweren Groll gegen alles Eselhafte in dieser Welt, als wir einen Bach erreichten. Esel haben Angst vor Wasser, da sie aufgrund der kleineren Trittfl&#xE4;che im Verh&#xE4;ltnis zum K&#xF6;rpergewicht (im Gegensatz zum Menschen) Gefahr laufen einzusinken. &lt;br/&gt;
Am Bach stand ich vor der Wahl zwischen H&#xE4;ngebr&#xFC;cke oder ab durch das Gew&#xE4;sser. Nach f&#xFC;nf Sekunden war klar, dass Kenneth eine gesunde Antipathie gegen H&#xE4;ngebr&#xFC;cken hegt und sie unter keinen Umst&#xE4;nden betreten w&#xFC;rde. Durchs Wasser wollte er beim ersten Versuch ebenso wenig. Ich begann diesen Esel zu hassen und war der Verzweifelung nahe, da nur der R&#xFC;ckweg und die Landstra&#xDF;e als Ausweg &#xFC;brig blieb. Ein letzter Anlauf durchs Wasser und siehe da, der Eselgott erh&#xF6;rte mich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Es wurde schon d&#xE4;mmrig, als ich im Ort ein Schild erblickte, dass sich der Campingplatz zwei Kilometer au&#xDF;erhalb befindet. Na wunderbar. Mental halb am Ende erreichte ich mein Ziel f&#xFC;r die Nacht. Mein Esel musste mich f&#xFC;r den Durchmarsch ab dem Bach ebenfalls hassen und wurde mit einer katastrophal schmalen Weide belohnt. Zu allem &#xDC;berfluss war die auch noch an einem munter pl&#xE4;tschernden Bach gelegen. Ich hatte M&#xFC;he, ihn auf sein Nachtlager zu ziehen und als er drauf stand, glotze er mich nur unverst&#xE4;ndlich an. Nach dem Motto &#x201E;Und das ist der Dank?&#x201C;. Er schaute mir nach und gab zum einzigen Mal w&#xE4;hrend der sieben Tage die typischen Esellaute &#x201E;Ih-Ah&#x201C; von sich. Die h&#xF6;rten sich &#xFC;brigens so &#xE4;hnlich wie der Joe an, als jener kurz vorm Abnippeln stand und aus dem Doppelstockbett sprang. Das Ih-Ah war nur zehnmal so intensiv. &lt;br/&gt;
In diesem Moment waren die Strapazen des Tages bei mir vergessen und das Tier tat mir leid. Kenneth hatte keine Lust zu fressen, zu trinken schon mal gar nicht und an rollen war nun &#xFC;berhaupt nicht zu denken. Esel rollen sich n&#xE4;mlich abends auf der Weide. Deswegen m&#xFC;ssen sie am n&#xE4;chsten Morgen geb&#xFC;rstet werden. Was f&#xFC;r ein weidetechnischer Unterschied zu gestern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Wildes G&#xE9;vaudan&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Quittung bekam ich am n&#xE4;chsten Morgen. Da der Campingplatz abseits des Stevensonweges gelegen ist, musste ich wieder zur&#xFC;ck in den Ort. Nachdem ich meine Vorr&#xE4;te aufgefrischt hatte, wollte ich zum GR 70 und die wenigen 12 km nach Chasserad&#xE8;s in Angriff nehmen. Dazu h&#xE4;tte ich die Bahngleise &#xFC;berqueren m&#xFC;ssen, was dem Monsieur nicht passte. Ergo 1 km Umweg, um auf der anderen Seite der Gleise wieder anzukommen. Auf diesem einen Kilometer brannten meinem Esel dann komplett die Sicherungen durch, als er f&#xFC;r eine Stunde nicht zum Weiterlaufen zu bewegen war. In meinen &#xDC;berlegungen, was ich denn nun tun k&#xF6;nnte, spielten ein Telefon und die Telefonnummer von Gilles eine zentrale Rolle.&lt;br/&gt;
Pl&#xF6;tzlich hatte ich einen anderen Einfall. Da mir die H&#xE4;nde vom ziehen am Seil schon derma&#xDF;en weh taten, war eine andere L&#xF6;sung &#xFC;berf&#xE4;llig. Ich wickelte daraufhin eben dieses Seil um meinen Wanderstock und konnte nun mit beiden H&#xE4;nden kraftvoll ziehen, ohne dass mir etwas wehtat. Voil&#xE0; der Herr bequemte sich mitzukommen. Das mag etwas rabiat klingen (ohne Frage, die Skrupel schwanden), allerdings ist mit einem Esel unterwegs zu sein wie ein Spiel, wo sich beide Seiten bew&#xE4;hren m&#xFC;ssen. Bist du zu weich, nutzt der Esel das gnadenlos aus. Das lernt man schnell. Dennoch gibt es im wahrsten Sinne des Wortes Orte, wo der tierliebe Mensch Hemmungen hat. Genau, Ortschaften. Kenneth, dieser kleine schlaue Schei&#xDF;kerl, hatte diese Anf&#xE4;lle des nicht mehr weiterlaufen-wollens n&#xE4;mlich meistens in D&#xF6;rfern. An einem anderen Morgen, zum Beispiel, 30 Minuten nachdem wir gestartet waren. Er war weder m&#xFC;de, noch hungrig, noch durstig... Manch fachkundiger Einwohner meinte mir mit der H&#xE4;tschel-T&#xE4;tschel-Methode weiterhelfen zu k&#xF6;nnen und musste nach wenigen Augenblicken &#xFC;berrascht einsehen, dass seine Bem&#xFC;hungen nicht fruchteten. Ach was.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Dessen ungeachtet gab es seit dieser morgendlichen Episode keine gr&#xF6;&#xDF;eren unerkl&#xE4;rlichen Zwischenf&#xE4;lle mehr zwischen uns. Ich hatte gelernt mit Kenneth umzugehen und dass ein Esel anderen Gesetzen folgt, als ein Mensch und man sich darauf einstellen muss. Wusste, wann er seine Pause brauchte und wusste, was ich ihm nicht durchgehen lassen konnte. Ab dem n&#xE4;chsten Tag sollte mein Esel gut mit mir Schritt halten. Wir fanden sogar Kompromisse in der Art, dass Kenneth gelegentlich in den Betriebsmodus mobiles Grasen verfiel oder ich ihm beim Wandern ein paar Zweige spendierte. Auf Erle fuhr Kenneth ganz besonders ab.&lt;br/&gt;
In Chasserad&#xE8;s kam ich sogar recht fr&#xFC;h um 17.00 Uhr an - sonst wurde es stets nach 18. Uhr - und wurde unterwegs auf einer Anh&#xF6;he mit einem sonnenspotm&#xE4;&#xDF;ig beschienenen Kloster Notre-Dame-des-Neiges auf der anderen Talseite belohnt. Ich war vers&#xF6;hnt mit der Welt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="334"
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    /&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Reisen</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-10-15T23:50:58Z</dc:date></item><item><title>Teil 3   Mit Kenneth auf Tour - Wir haben uns aneinander gew&#xF6;hnt</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/10/15/teil-2-mit-kenneth-auf-tour-anlaufschwierigkeiten.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/297/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Auf einem herrlichen Waldweg liefen wir am folgenden Tag den H&#xF6;henr&#xFC;cken des Goulet hinauf und folgten auf der anderen Seite von den Quellen des Lot dem Pfad bis Le Bleymard am Fu&#xDF; des Mont Loz&#xE8;re. Es war ein Segen, eine l&#xE4;ngere Strecke einmal nicht auf Forstwegen oder Stra&#xDF;en laufen zu m&#xFC;ssen, wobei schmale Wege nat&#xFC;rlich erh&#xF6;hte Grasegefahr bedeuteten. Beim Anblick des Mont Loz&#xE8;re in den herrlichen Farben der warmen Abendsonne ging mir schlie&#xDF;lich das Herz auf. Ich hatte das Hochgef&#xFC;hl von Le Monastier wiedergefunden und mein Esel wurde mit der &#xFC;ppigsten Nachtweide ever belohnt.&lt;br/&gt;
Ich hatte die letzten Tage konstant in H&#xF6;henlagen um die 1000 m geschlafen und wurde jeden Morgen von der K&#xE4;lte, die meinen Schlafsack umgab, gel&#xE4;hmt aufzustehen. Die Nacht in Le Bleymard war wohl die k&#xE4;lteste von allen. Morgens um sieben war die komplette Innenseite des Au&#xDF;enzeltes vereist... Aufstehen fiel oft sehr schwer und heute noch ein bisschen schwerer.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Im Tal des Lot&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Ich freute mich auf den Tag, da ich den Granitriesen Mont Loz&#xE8;re &#xFC;berqueren w&#xFC;rde und fantastische Ausblicke auf dem H&#xF6;hepunkt der Wanderung erwartete. Der Berg verl&#xE4;uft ziemlich exakt in West-Ost-Richtung, ist 35 km lang und sein Gipfel liegt 1699 m &#xFC;ber dem Meeresspiegel. Dort wurde ich hin&#xFC;berspazieren. Ich folgte den alten Wegen des Viehtriebs, Drailles genannt, auf denen zu Beginn des Jahrhunderts j&#xE4;hrlich 100.000 Schafe vom Mittelmeer auf die Sommerweiden getrieben wurden. Heutzutage sind es j&#xE4;hrlich noch 8.000 Schafe. Die Weidewirtschaft und das raue Klima haben dazu gef&#xFC;hrt, dass die Baumgrenze deutlich niedriger liegt als normal, die Kuppe baumlos ist nur sehr karge Vegetation aufweist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Der Weg war wundersch&#xF6;n. Er verlief durch Heidevegetation und Trockengras, ges&#xE4;umt von Granitnadeln. Die wurden in grauer Vorzeit aufgestellt, damit die Hirten bei pl&#xF6;tzlichen Wetterumschw&#xFC;ngen, wie Schneefall, die Draille im Auge behalten. Der Weg war so sch&#xF6;n, dass ich feierlich beschloss mein Stativ aufzubauen und von Kenneth und mir ein Foto zu machen. Also Kenneth im Gras geparkt (ich band ihn l&#xE4;ngst nicht mehr an, denn wenn er grasen konnte war er gl&#xFC;cklich und ihm w&#xFC;rde es im Traum nicht einfallen auszurei&#xDF;en - er hatte ja genug mit mampfen zu tun), Stativ mit Kamera aufgebaut, Foto per Fernausl&#xF6;ser gemacht und das Stativ mit Kamera wieder eingepackt. Dummerweise hatte Kenneth vor dem Ger&#xE4;usch des Einfahrens der Stativbeine Angst und als ich mit diesem Folterinstrument n&#xE4;her kam, verfiel er in lockeren Trab. Insgesamt n&#xE4;herte ich mich jedoch ihm. Als ich meinte nahe genug bei ihm zu sein, spurtete ich los, um ihn zu packen und zu bes&#xE4;nftigen. Dummerweise war ich aber noch nicht nahe genug und Kenneth gab Fersengeld. Mein Esel brannte mir durch. Ich hinterher und immer auf der Hut seine wild ausschlagenden Hinterl&#xE4;ufe nicht abzubekommen. Denn wo die einschlagen, w&#xE4;chst nichts mehr. Mein am Seil befestigter Wanderstock ist nat&#xFC;rlich l&#xE4;ngst von den Packtaschen gefallen und schleuderte zwischen Eselbeinen umher. Nach ein paar Minuten hatte ich Kenneth zwar endlich beruhigt, stellte aber mit mittelschwerem Entsetzen fest, dass die obere Spitze vom Wanderstock abgebrochen war. Fassungslos schlurfte ich die restlichen Meter zum Gipfel hinauf. Mein geliebter Wanderstock zerbrochen - zum heulen. Das puristische Mahnmal gegen die Hightechausr&#xFC;stung der Globetrotter-Generation... Doch halt, nicht pathetisch werden. Es war meine eigene Schuld.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Auf dem Weg zum Gipfel mit (noch) heilem Wanderstock&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Auf dem Gipfel konnte ich die gro&#xDF;artigen Panoramen deswegen auch nur halb genie&#xDF;en. Die Cevennen lagen nun vor mir. Dicht staffelten sich deren Bergr&#xFC;cken hintereinander und verschwammen im blauen Dunst des Mittagslichtes. &#xDC;ber gr&#xFC;ne H&#xE4;nge und zwischen Granitkullern hindurch stieg ich nach Le Pont-de-Montvert ins Tal des Tarn ab. Der Ort ist beeindruckend gelegen, quetscht sich am Zusammenfluss von drei Fl&#xFC;ssen/ B&#xE4;chen zwischen die Bergh&#xE4;nge.&lt;br/&gt;
Der Abend hielt ein Novum f&#xFC;r mich bereit. Kenneth bekam diesmal keine Weide serviert, sondern musste am d&#xF6;rflichen Eselsammelplatz in Form einer Mauer angebunden werden. Ich hatte mehrfache Bedenken, aber was sollte ich machen. Auf dem Campingplatz h&#xE4;tte ich ihn auch nur anbinden k&#xF6;nnen und dort bekam er Futter und Wasser. Trotzdem, wohlf&#xFC;hltechnisch nat&#xFC;rlich eine Katastrophe und morgen stand uns der l&#xE4;ngste Tagesabschnitt bevor. Au&#xDF;erdem umtrieb mich, als ein vom Misstrauen westlicher Gesellschaften gepr&#xE4;gter Mensch, ein mulmiges Gef&#xFC;hl, ihn dort den Schandtaten der B&#xFC;rger Pont-de-Montverts auszuliefern. Was ist, wenn ein Spa&#xDF;vogel auf die Idee kommt Kenneth loszubinden?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Le Pont-de-Montvert duckt sich ins Tal&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Als ich ihm am n&#xE4;chsten Morgen Futter brachte, war er noch da. Als ich selbst gefr&#xFC;hst&#xFC;ckt hatte und mit Sack und Pack zu ihm unterwegs war, um ihn dem morgendlichen Hygiene- und Packritual zu unterziehen, war er nicht mehr da. Das Herz rutschte mir in die Hose, Seil und Kette lagen verlassen auf dem Asphalt. Schei&#xDF;e man, mein Esel war weg! Wie sollte ich das Gilles beibringen? Doch bevor ich in Panik verfalle, wollte ich noch die Optionen abkl&#xE4;ren, die mir blieben. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Kenneth in den Ort gegangen ist, also schaute ich zun&#xE4;chst die Gasse in die andere Richtung hinauf. Voller Erleichterung stellte ich fest, dass mein Esel gl&#xFC;cklich und zufrieden sein Maul in den Zweigen eines Baumes versenkt hatte und gen&#xFC;sslich fra&#xDF;. Die Frage, wer ihn losgemacht hat, wird ein R&#xE4;tsel bleiben. Entweder ein gro&#xDF;herziger Mensch, der meinem Esel nach der Nacht was Gutes tun oder ein Arschloch, das dem Eselwanderer eins auswischen wollte und nicht mit des Esels Fresswut gerechnet hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Granit&#xFC;bers&#xE4;te Landschaft&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Ich wanderte &#xFC;ber ein mit Granitsteinen noch und n&#xF6;cher &#xFC;bers&#xE4;tes Plateau Richtung Cevennen und tauchte alsbald wieder in den Wald ein. Der Weg stieg stetig bergan und irgendwann fragte ich mich, ob dieses Tempo von Kenneth nicht etwas zu langsam f&#xFC;r einen Esel ist. Es hatte was von schlurfen. Ich versuchte es mal mit der Methode, die bisher so erfolglos war. Mit leichten Stockschl&#xE4;gen auf seinen Arsch und siehe da. Urpl&#xF6;tzlich fiel der Schlawiner in einen munteren Trab. Zwar nur f&#xFC;r 10 Meter, aber immerhin. Stevenson schwang den Stachelstock, ich den Wanderstock. Oder das, was davon noch &#xFC;brig war.&lt;br/&gt;
Oben angekommen offenbarten sich uns wundervolle Ausblicke auf die blauen Cevennen, den Mont Loz&#xE8;re und - welch bewegender Moment - die Aussicht auf die Tarnschlucht mit der typischen Abbruchkante und der dahinter liegenden Causse M&#xE9;jean. Einmal quer r&#xFC;ber und ich w&#xE4;re in Millau bzw. Aguessac beim Drachenfliegen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="500"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Blick auf die Tarnschlucht und die Causse M&#xE9;jean&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Total zufrieden traf ich gegen 19 Uhr auf dem Campingplatz ein, dessen Betreiberin bereits eine deftige Fahne hatte. Ich rief Gilles an und informierte ihn, dass er morgen Vormittag Kenneth abholen k&#xF6;nne, denn es lagen nur noch 4 Kilometer vor uns.&lt;br/&gt;
Nach ca. 120 km &#xFC;bergab ich also an einem Montag meinen Esel wieder seinem Besitzer. Gilles erkundigte sich wie es uns so erging und konnte manche meiner Erlebnisse nicht so wirklich glauben. Er kommentierte dies folgenderma&#xDF;en: Der Kenneth ist ein klasse Esel und macht eigentlich keine Schwierigkeiten. Na ja. Mir wurde bewusst, wie schnell die Zeit verging. Nach den Anfangsschwierigkeiten, war mir Kenneth inzwischen richtig lieb geworden. Ihm ging es wohl auch so, denn zum Abschied schiss er noch einmal fr&#xF6;hlich auf den Campingplatz in Florac. Nachdem ich nach den ersten 2-3 Tagen dachte, dass ich erleichtert sein werde, wenn Kenneth wieder in Pradelles auf der Weide steht, war ich nun doch etwas traurig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Der kleine Schei&#xDF;kerl&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Nicht ohne Hintergedanken hatte ich f&#xFC;r heute nur 5 Kilometer eingeplant. Es war dringend n&#xF6;tig W&#xE4;sche zu waschen, saubere Klamotten f&#xFC;r den R&#xFC;ckflug beiseite zu legen und mir selbst auch eine Hygienekur zu verpassen. Zudem wollte ich mir viel Zeit f&#xFC;r die Besichtigung Floracs lassen. Der Ort ist mit 2.000 Einwohnern zwar recht klein und was anschauenswert ist, hat man auch schnell erlaufen. Dennoch genoss ich es, einmal Zeit zu haben und den Etappenort &#xFC;berhaupt bei Sonnenlicht begutachten zu k&#xF6;nnen. Das empfand ich mit Kenneth als bedauernswert, abends keine Zeit mehr f&#xFC;r die Ortsbesichtigung zu haben.&lt;br/&gt;
Ich war schon halb auf dem Weg zum Campingplatz, als ich das Angebot eines Restaurants sah. Das Men&#xFC; f&#xFC;r 10 Tacken. So g&#xFC;nstig hat man in Frankreich selten die M&#xF6;glichkeit zu essen. Da ein bedeutender Abschnitt meiner Reise nun vor&#xFC;ber war, beschloss ich mir aus diesem Anlass das Men&#xFC; zu g&#xF6;nnen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so hervorragend gegessen habe. Eine Geschmacksexplosion! Die Amplitude zwischen meiner &#xFC;blichen Kost aus belegten Baguettes, Fr&#xFC;chten und Trekkingmahlzeiten und dieser exquisiten K&#xFC;che war nat&#xFC;rlich auch entsprechend hoch. Mit Hunger darf man in eine solche Lokalit&#xE4;t nicht gehen, daf&#xFC;r werden die Geschmacksnerven aber opulent verw&#xF6;hnt. Die Musik und die Atmosph&#xE4;re im Allgemeinen stimmten auch, der Ober war zuvorkommend und galant - es stimmte alles und ich hatte zwischenzeitlich Zweifel, ob ich denn der (sonst so abgelehnten) Etikette gen&#xFC;ge und alles richtig mache. Selig erwartete ich die Rechnung. Da ich kein Leitungs- sondern Mineralwasser bestellt hatte, durfte ich am Ende zus&#xE4;tzlich 8 Euronen f&#xFC;r gut einen Liter l&#xF6;hnen, doch das war mir dieses Fest wert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img width="499"
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    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Die Perle von Restaurant an der Source du Pecher in Florac&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Reisen</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-10-15T23:49:19Z</dc:date></item><item><title>Teil 4   Ausklang der Wanderung</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/10/15/teil-4-ausklang-der-wanderung.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/294/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Tja, pl&#xF6;tzlich wieder allein unterwegs. Die sonst normalerweise gewohnte Wanderroutine setzte nun wieder ein und war trotzdem ungew&#xF6;hnlich. Der kleine Schei&#xDF;kerl namens Kenneth fehlte mir bereits. Kein morgendliches B&#xFC;rsten und Hufe saubermachen mehr, kein pr&#xE4;parieren des Halfters und des Tragesystems mehr und das Gep&#xE4;ck w&#xFC;rde nicht mehr auf zwei Packtaschen verteilt werden, sondern musste ich wieder allein in einem Rucksack buckeln. Mit vollbetanktem Provianttank ca. 22 kg. Mist. Wie entspannend f&#xFC;r den R&#xFC;cken war es doch mit einem Packesel die Berge hochzulaufen.&lt;br/&gt;
Egal, ich kam erstaunlich gut zu morgendlicher Stunde um sieben aus den warmen Schlafsackfedern, weil ich die Umgebungstemperatur als recht mild empfand. 1,5 Stunden sp&#xE4;ter passierte ich eine blinkende Apothekentemperaturanzeige in Florac. Es waren 5&#xB0;C! Ich konnte mir ausrechnen, wie kalt es mitten in der Nacht in den Bergen gewesen sein muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height="500"
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     alt=""
    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Ich hatte mir 32 km f&#xFC;r den Tag vorgenommen und sollte die auch schaffen. Hinter Florac durchwanderte ich das Tal der Mimente, ehe der Weg einen Pass &#xFC;berquerte. Gro&#xDF;artige Blicke auf die Landschaft der Cevennen offenbarten sich dort. Bergkamm an Bergkamm staffelten sich hintereinander bis zum Horizont und schimmerten blau im Gegenlicht. Ein gewaltiger Anblick. Die T&#xE4;ler wurden steiler und die Landschaft allgemein rauer und wilder. Auf dem Weg zum Pass passierte ich &#xFC;brigens mitten im Nationalpark ein Holzeinschlagsgebiet, in dem auch Sprengungen stattfinden. Auf einem Warnschild fand ich den lapidaren Hinweis, dass man gelegentlich um einen herum geh&#xF6;rig knallen k&#xF6;nnte...&lt;br/&gt;
Eigentlich hatte ich vor, abends irgendwo in den B&#xFC;schen zu zelten, doch mangels geeigneter Pl&#xE4;tze in dem steilen Gel&#xE4;nde, lief ich bis St. Germain de Calberte, um dort den Campingplatz in Anspruch zu nehmen. Der hatte zwar offiziell geschlossen, doch das Tor stand sperrangelweit offen. Perfekt, ich lie&#xDF; mich nicht zweimal bitten, zumal es schon reichlich sp&#xE4;t war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height="334"
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    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;St. Germain de Calberte in den Cevennen&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Am n&#xE4;chsten Tag wieder fr&#xFC;h raus - die N&#xE4;chte wurden immer milder - und zwar so fr&#xFC;h, dass ich die Morgend&#xE4;mmerung und den Sonnenaufgang miterlebte. Lange genug war es her, dass mir das auf der Tour gelungen war. Dazu Schleierwolken am Himmel, die dem ganzen Szenario noch die besondere Atmosph&#xE4;re gaben und mich in Hochstimmung versetzten. Ein toller Tag durch die &#xFC;ber und &#xFC;ber mit Esskastanien bewaldeten T&#xE4;ler der Cevennen. Unterwegs traf ich inzwischen bekannte Gesichter, die alle zun&#xE4;chst einmal kommentierend feststellen mussten, dass mein Esel nicht mehr bei mir war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;img height="334"
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    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Esskastanien sieht man &#xFC;berall&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Zielort war St. Jean-du-Gard, der Ort in dem Stevenson seine Wanderung beendete. Ein kleiner Ort, den man in einer halben Stunde besichtigt hat, zu der Erkenntnis gelangt, dass seit gestern alle Campingpl&#xE4;tze dicht haben und sich &#xE4;rgert, dass auf der &#xF6;ffentlichen Toilette nat&#xFC;rlich kein Klopapier vorhanden ist. Es war Nachmittag und ich beschloss weiterzuwandern. Solange, bis mich unterwegs ein geeigneter Platz anlacht. Die Landschaft war b&#xF6;se zu mir. Nirgends was Gescheites zu sehen und die ebenerdigen Abschnitte waren bewohnt. Obendrein fielen in der Ferne Sch&#xFC;sse. Ich &#xFC;berquerte einen kleinen Bergr&#xFC;cken und erreichte ein neues Flusstal - mit Campingplatz. Allerdings ein merkw&#xFC;rdiger Campingplatz. Nirgends ein Zelt zu sehen, statt dessen Bungalows und umz&#xE4;unte Parzellen mit kleinen Datschen samt Wohnmobilen. Wo war ich hier? W&#xE4;hrend ich so herumlief, nach einer sch&#xF6;nen Stelle Ausschau hielt und auf der Wiese vor einem kleinen Baum verharrte, glotzten sofort vier Camper zu mir her&#xFC;ber. Ich ging wieder zur&#xFC;ck Richtung Eingang, trocknete mich und meine verschwitzen Klamotten in der Sonne und gelangte zu der Erkenntnis, dass ich auf einer Dauercamperlokalit&#xE4;t gelandet war. Was soll&#x2019;s, ich muss schlie&#xDF;lich irgendwo pennen und wenn&#x2019;s irgendwem nicht passt, wird der mich schon darauf hinweisen. Der Empfang war n&#xE4;mlich verwaist. &lt;br/&gt;
Ich also Zelt aufgebaut, eingerichtet und S&#xFC;ppchen gekocht, als pl&#xF6;tzlich der Platzwart vor mir steht, mich streng anschaut und ernst fragt, was ich denn hier mache. Ich h&#xE4;tte Lust gehabt auf so eine Schwachsinnsfrage pampig zu antworten, blieb jedoch lieb, da ich ja nicht noch mal umziehen wollte. Er erz&#xE4;hlte mir daraufhin was, dass zelten hier total verboten ist. Ich stellte mich unwissend, wies auf die katastrophale Campingsituation in St. Jean-du-Gard hin und setzte den Dackelblick auf. Er &#xFC;berlegte einige Sekunden angestrengt und zeigte die erhoffte Reaktion, indem er Milde walten lie&#xDF; ohne jedoch zu vergessen mich darauf hinzuweisen, dass flanieren auf dem Campinggel&#xE4;nde f&#xFC;r mich untersagt ist. Ich durfte f&#xFC;r eine Nacht bleiben. Trotzdem, was f&#xFC;r ein Sack mit seinem autorit&#xE4;ren Getue.&lt;/p&gt;
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    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Cevennen am Morgen&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Der letzte Wandertag stand an und ich stellte mich auf einen knackigen Anstieg bei erneut fantastischem Morgenlicht zu Beginn und gechilltes laufen auf dem Bergkamm danach ein. Teil 1 stimmte soweit, Teil 2 nur zur H&#xE4;lfte. Irgendwie ging&#x2019;s st&#xE4;ndig bergauf und die Passagen bergab, waren mitunter so steil, dass mein linkes Knie freudig schmerzte. Au&#xDF;erdem bestand der Weg aus einem so schmalen Pfad, dass mir st&#xE4;ndig irgendwelche Zweige ins Gesicht wedelten. Objektiv eine tolle Route, doch hatte ich irgendwie nicht mehr den Nerv das zu genie&#xDF;en. Dennoch, die Ausblicke waren grandios. Hinter mir und neben mir die Cevennen, vor mir Al&#xE8;s in der Ebene und am Horizont die Alpen. Al&#xE8;s wirkt riesig mit seinen 45.000 Einwohnern und macht deutlich, in welcher bev&#xF6;lkerungsarmen Gegend ich unterwegs war. Der Weg zog sich noch ganz sch&#xF6;n, an einem Aussichtspunkt &#xFC;berraschte mich der einzige Regenschauer w&#xE4;hrend der Wanderung.&lt;/p&gt;
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    /&gt;&lt;br/&gt;
&lt;em&gt;Nochmal eine der unz&#xE4;hligen Kastanien&lt;/em&gt;&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
In Al&#xE8;s will ich Checker spielen und steuere zielbewusst den Campingplatz mitten in der Stadt neben dem Stadion an. Auf der Karte war das klar und deutlich eingezeichnet. Dieser entpuppte sich als r&#xE4;udige zugeparkte Wiese. Merde. Ich zum Tourib&#xFC;ro, um die Lage zu peilen. Sie boten mir zwei Optionen an: Der n&#xE4;chste Campingplatz befindet sich 5 km meinem Standpunkt entfernt oder ein Hotelzimmer f&#xFC;r 32 &#x20AC;. Mein Entschluss stand fest, in Al&#xE8;s werde ich nicht &#xFC;bernachten. Ich beschloss einen Tag fr&#xFC;her nach Lyon zu fahren. Gedacht, getan - ich buchte um und freute mich noch in der D&#xE4;mmerung die Jugendherberge suchen zu d&#xFC;rfen. Der Umstand zerschlug sich jedoch, als ich auf dem Bahnhof in N&#xEE;mes erfuhr, dass der TGV 40 Minuten wegen eines Personenunfalls Versp&#xE4;tung hat. In Lyon war es stockduster und sch&#xFC;ttete wie aus Eimern. Nach einer Stunde kam ich an der Jugendherberge an, um im ersten &#xDC;berschwang des Rezeptionisten zu erfahren, dass alle Betten belegt sind. Was f&#xFC;r eine Gr&#xFC;tze. Das konnte doch jetzt echt nicht wahr sein. Ich bot ihm an, f&#xFC;r eine Nacht mit Isomatte und Schlafsack auf dem Boden zu pennen, er lehnte das jedoch kategorisch ab. Ich m&#xFC;sste in ein Hotel. Gl&#xFC;cklicherweise hatte er schlie&#xDF;lich doch noch ein Bett frei. N&#xE4;chster Tag war Ausruhtag und dann Heimflug. Leider hat mein Wanderstock Berlin nicht erreicht. Obwohl ein Teil abgebrochen ist, wollte ich ihn behalten. &#xDC;ber 1500 Wanderkilometer war er ein treuer Begleiter und hat mir gute Dienste geleistet. Aber wie das so ist, loslassen zu k&#xF6;nnen ist die gr&#xF6;&#xDF;te Kunst.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Reisen</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-10-15T23:47:42Z</dc:date></item><item><title>ganz kurz</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/09/29/ganz-kurz.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/262/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;So, nur schnell zwei Zeilen, weil das Internet hier in Florac a) scheisse teuer ist und b) ich mir auf franzoesischen Tastaturen die Finger breche. Einen ausfuehrlichen Bericht gibt es wenn ich wieder in schland bin. Nur soviel: mir geht es hervorragend; ich habe meinen Esel heil ueber die Berge gebracht, nur mein Wanderstock ging zu Bruch; die Sonne scheint unablaessig, nur nachts geht es schon mal unter Null. 75 km liegen noch vor mir quer durch die C&#xE9;vennen - sehr schoen!&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Reisen</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-09-29T14:18:52Z</dc:date></item><item><title>Grundausbildung abgeschlossen!</title><link>http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/2008/09/19/grundausbildung-abgeschlossen.html</link><guid isPermaLink="false">http://unterwegs.freeflux.net/blog/archive/id/259/</guid><content:encoded xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">&lt;p&gt;Nachdem gestern wieder ein Sahnetag zum fliegen war, an dem ich zwei einfache Kurvenfl&#xFC;ge und sieben Doppelkurven geschmeidig wie ein Vogel in die L&#xFC;fte gezirkelt habe, standen heute zun&#xE4;chst drei erneute Doppelkurven auf dem Programm, um die geforderten 20 Fl&#xFC;ge mit guten Fl&#xFC;gen vollzumachen. Als ich das geleistet habe, meinte der J&#xFC;rgen es sei an der Zeit, dass ich mich an das Umgreifen an die Basis des Trapezes gew&#xF6;hne. Sprich es ging darum von der h&#xE4;ngenden in die liegende Position zu wechseln. Beim ersten Versuch habe ich mich aufgrund wechselndes Windes nicht getraut umzugreifen. Beim zweiten Mal ging das besser, daf&#xFC;r habe ich die erh&#xF6;hte Sensibilit&#xE4;t des Trapezes f&#xFC;r Steuerbewegungen aufgrund der l&#xE4;ngeren Hebelwirkung untersch&#xE4;tzt. Es endete mit einer kleinen Bruchlandung. Ist nix schlimmes passiert, es ist nur schade, dass das mein letzter Flug in den zwei Wochen Drachenfliegen war. Schlechte Windbedingungen haben einen erneuten Versuch zunichte gemacht. Beim letzten Flug habe ich die erste Bruchlandung fabriziert bei gesch&#xE4;tzten 50 Fl&#xFC;gen. Schon &#xE4;rgerlich. Aber nur im ersten Moment, denn die letzten drei Tage sind doch insgesamt gro&#xDF;artig gewesen, weil ich die Technik mehr und mehr verinnerlicht habe und zum Schluss vor dem Starten nicht mehr &#xFC;ber den Flug nachdenken musste. So muss das sein.&lt;/p&gt;
&lt;p/&gt;
&lt;p&gt;Morgen hei&#xDF;t es also aufbrechen nach Le Puy-en-Velay, um dort mit der Wanderung auf dem Stevensonweg zu beginnen. Die Stadt liegt nur 190 km von Millau entfernt, dennoch werde ich sieben Stunden unterwegs sein. Eine sch&#xF6;ne Zeit geht zu Ende, eine sch&#xF6;ne Zeit beginnt.&lt;/p&gt;</content:encoded><dc:subject>Reisen</dc:subject><dc:creator>unterwegs</dc:creator><dc:date>2008-09-19T18:42:21Z</dc:date></item></channel></rss>
