Echo-cho-ho-o
Nach längerer Zeit sollte ich mal wieder etwas fürs Publikum schreiben.
Es sind zwar Semesterferien, doch von Ferien ist bisher nicht allzu viel zu merken gewesen. Die Messe Berlin hatte mich gut im Griff. Ich wollte es auch so. Sonntag gab's die Echoverleihung und ich war in serviceorientierter Angelegenheit zugegen - Catering für die werten Herrschaften der Presse.
Mein Arbeitstag begann um 13.00 und endete 10 Stunden später, als die Aftershowparty bereits zwei Stunden im Gange war. Wie kann das sein, wenn doch die Verleihung im Fernsehen bis 23.30 lief und oben links auf dem Bildschirm in großen Lettern RTL LIVE zu sehen war??? Ganz einfach, der Privatsender hat mal wieder beschissen, das Großereignis begann zwei Stunden früher als in der Fernsehzeitung ausgewiesen.
Ich hatte mich schon auf die Veranstaltung gefreut, davon ausgehend ein paar Persönlichkeiten mal aus der Nähe und nicht durch die Mattscheibe getrennt zu sehen. Einige waren es wert, einige nicht. Gegen 17.00 war Einlass für die Stars und Señora López machte den Anfang. Zunächst wurde sich im Blitzlichtgewitter gesonnt und anschließend hinauf zum Exklusivinterview mit (heute hau'n wir auf die) Frauke Ludowig. Des Weiteren wurden von mir Fanta4, Billy Talent, Silbermond, zwei der Prinzen, "unseren" Vertreter beim Grand Prix Roger Cicero, die Bübchen von Tokio Hotel und leider solche Anti-Musiker wie Bushido und Fler erspäht. Aus der Schauspielergarde waren Herbert Knaup und Maria Furtwängler auszumachen. Nebenbei habe ich auch gearbeitet.
Alle, wirklich alle Stars haben sich gerne vor den Fotografen postiert und fünf Minuten Fotos machen lassen. Keinem war es lästig, alle wollten gesehen werden und haben die Aufmerksamkeit wohlwollend ausgekostet, wenn die Fotografen die Vornamen in der Hoffnung gekrächzt haben, einen Blick zu ergattern.
Die Veranstaltung als solche ist natürlich für gute Musik nicht repräsentativ und dementsprechend auch nicht ernst zu nehmen, auch wenn der Echo gerne als der zweitwichtigste Musikpreis weltweit dargestellt wird. Maßgebend ist in erster Linie nicht die Qualität der Musik, sondern die Verkaufs- und Downloadzahlen und damit der Vermarktungserfolg durch die Plattenfirmen. Bands, die bei kleineren Labeln unter Vertrag stehen oder unbekannt sind, haben somit kaum eine Chance, auch wenn sie die bessere Musik machen. Aus den Spitzenreitern entscheidet dann eine Jury, wer den Preis mit nach Hause nehmen darf. Schaut man sich einige Gewinner an, kann man nur milde lächeln und sich wundern. Da bekommt der Diskriminierer vom Dienst - Bushido - einen Echo und zwar bereits den Zweiten nach dem letzten Jahr. Hier hat die Jury null Verantwortung gezeigt, dabei standen auch Seeed zur Auswahl (so ziemlich als einzige Alternative im Bereich der nominierten Hip-Hop-Künstler). Leute wie Bushido und Fler spielen nicht mit Satire oder Ironie, was sie rappen meinen sie auch so. Ihr Auftreten beim Echo hat das bestätigt.
Silbermond bekommen einen Echo für dieses gräßliche, in Schmalz ertrinke Lied "Das Beste". Ich muss zwar dazu sagen, dass ich durch Bielefeld negativ geprägt bin, denn dort lief der Song jeden gottverdammten Tag 1-2 mal im Radio. Doch selbst wenn ich diesen Umstand ausblende, wird das Lied dennoch nicht erträglicher.
Ebenfalls sehr unverständlich ist der Echo für die Sportfreunde. Für ihr schlechtestes Album bekommen sie den Preis - ganz klar: WM-Bonus.
Manche Künstler sollten sich nicht zu viel auf ihre Echos einbilden, für andere geht er jedoch angesichts der Nominierten in Ordnung.
Sehr schön war auch die Feststellung in der Infomappe des Echos, als dort von einer "großen Bandbreite der Musik" gesprochen wurde.
Fazit: dem Echo nicht zu viel Geltung beimessen.
Es sind zwar Semesterferien, doch von Ferien ist bisher nicht allzu viel zu merken gewesen. Die Messe Berlin hatte mich gut im Griff. Ich wollte es auch so. Sonntag gab's die Echoverleihung und ich war in serviceorientierter Angelegenheit zugegen - Catering für die werten Herrschaften der Presse.
Mein Arbeitstag begann um 13.00 und endete 10 Stunden später, als die Aftershowparty bereits zwei Stunden im Gange war. Wie kann das sein, wenn doch die Verleihung im Fernsehen bis 23.30 lief und oben links auf dem Bildschirm in großen Lettern RTL LIVE zu sehen war??? Ganz einfach, der Privatsender hat mal wieder beschissen, das Großereignis begann zwei Stunden früher als in der Fernsehzeitung ausgewiesen.
Ich hatte mich schon auf die Veranstaltung gefreut, davon ausgehend ein paar Persönlichkeiten mal aus der Nähe und nicht durch die Mattscheibe getrennt zu sehen. Einige waren es wert, einige nicht. Gegen 17.00 war Einlass für die Stars und Señora López machte den Anfang. Zunächst wurde sich im Blitzlichtgewitter gesonnt und anschließend hinauf zum Exklusivinterview mit (heute hau'n wir auf die) Frauke Ludowig. Des Weiteren wurden von mir Fanta4, Billy Talent, Silbermond, zwei der Prinzen, "unseren" Vertreter beim Grand Prix Roger Cicero, die Bübchen von Tokio Hotel und leider solche Anti-Musiker wie Bushido und Fler erspäht. Aus der Schauspielergarde waren Herbert Knaup und Maria Furtwängler auszumachen. Nebenbei habe ich auch gearbeitet.
Alle, wirklich alle Stars haben sich gerne vor den Fotografen postiert und fünf Minuten Fotos machen lassen. Keinem war es lästig, alle wollten gesehen werden und haben die Aufmerksamkeit wohlwollend ausgekostet, wenn die Fotografen die Vornamen in der Hoffnung gekrächzt haben, einen Blick zu ergattern.
Die Veranstaltung als solche ist natürlich für gute Musik nicht repräsentativ und dementsprechend auch nicht ernst zu nehmen, auch wenn der Echo gerne als der zweitwichtigste Musikpreis weltweit dargestellt wird. Maßgebend ist in erster Linie nicht die Qualität der Musik, sondern die Verkaufs- und Downloadzahlen und damit der Vermarktungserfolg durch die Plattenfirmen. Bands, die bei kleineren Labeln unter Vertrag stehen oder unbekannt sind, haben somit kaum eine Chance, auch wenn sie die bessere Musik machen. Aus den Spitzenreitern entscheidet dann eine Jury, wer den Preis mit nach Hause nehmen darf. Schaut man sich einige Gewinner an, kann man nur milde lächeln und sich wundern. Da bekommt der Diskriminierer vom Dienst - Bushido - einen Echo und zwar bereits den Zweiten nach dem letzten Jahr. Hier hat die Jury null Verantwortung gezeigt, dabei standen auch Seeed zur Auswahl (so ziemlich als einzige Alternative im Bereich der nominierten Hip-Hop-Künstler). Leute wie Bushido und Fler spielen nicht mit Satire oder Ironie, was sie rappen meinen sie auch so. Ihr Auftreten beim Echo hat das bestätigt.
Silbermond bekommen einen Echo für dieses gräßliche, in Schmalz ertrinke Lied "Das Beste". Ich muss zwar dazu sagen, dass ich durch Bielefeld negativ geprägt bin, denn dort lief der Song jeden gottverdammten Tag 1-2 mal im Radio. Doch selbst wenn ich diesen Umstand ausblende, wird das Lied dennoch nicht erträglicher.
Ebenfalls sehr unverständlich ist der Echo für die Sportfreunde. Für ihr schlechtestes Album bekommen sie den Preis - ganz klar: WM-Bonus.
Manche Künstler sollten sich nicht zu viel auf ihre Echos einbilden, für andere geht er jedoch angesichts der Nominierten in Ordnung.
Sehr schön war auch die Feststellung in der Infomappe des Echos, als dort von einer "großen Bandbreite der Musik" gesprochen wurde.
Fazit: dem Echo nicht zu viel Geltung beimessen.
