on the road to... ...Leipzsch

Mitte letzter Woche stand ein Ausflug nach Leipzig auf dem Programm. Ein Ausflug, der vom Verlag gesponsort wurde! Wieso der ganze Aufstand? Es war Druckabnahme von zwei Regionalkarten, u.a. der Vogelsbergkarte - dem Werk von Astrid und mir. Für Spannung war also gesorgt, denn wie wird die Karte wohl nun im Endstadium aussehen. Fantastisch!!! Wer jetzt sagt, Eigenlob stinkt, dem sei entgegnet, dass ick nüscht riesche. Astrid und ich waren schon ein wenig stolz auf das Geleistete. "Ein wenig" ist in diesem Fall untertrieben.
Die Druckerei war in Baalsdorf - bzw. da ist sie immer noch - und wir schwankten permanent zwischen Begutachtung der Druckergebnisse und Besichtigung der Druckerei. Faszinierend und beeindruckend zugleich mit welcher Präzision das von statten geht und welche Feinheiten justiert werden können.

Der geschäftliche Teil wechselte abends fließend in den gemütlichen Teil in Downtown Leipzig mit Stadtrundgang und Schlemmermahlzeit, ehe ich mich noch mit der guten Birgit traf. Abi 2002, 4 1/2 Jahre nicht gesehen, übers (umstrittene) studivz wiedergefunden und flugs verabredet. Ein schöner Abend in den Kneipen Leipzigs mit Plauderei und Bilderschau über den Jakobsweg.

Gegen halb drei fuhr der Nachtbus gen Schmölkau, wo sich unser Hotel im Gutshof befand. Da die Route des Busses einer Schleife entsprach und mein Ziel auf dem Rückweg nach Leipzig/ Innenstadt lag, dauerte die ganze Angelegenheit eine dreiviertel Stunde. Unterwegs wurde mir bewusst, dass die Einfahrt zum Gutshof zwei große Torflügel säumten. Natürlich war mitten in der Nacht alles dicht. Abgeschlossen und das Tor an der niedrigsten Stelle mindestens 3,50 m hoch und mit Spitzen gekrönt. Ich hielt es für ausgeschlossen, dass mein Zimmerschlüssel auch für das Tor passen könnte und probierte es erst gar nicht. Am nächsten Morgen wurde mir klar, dass das passionierte Outdoorreisen auch Erfahrungsnachteile beinhalten kann - nämlich die Unkenntnis vom Allroundtalent der Zimmerschlüssel im Hotelgewerbe. Egal, mich hat die unkonventionelle Bezwingung dieses Tores sowieso gereizt. Auf dem Scheitelpunkt des Erfolges, in 3 1/2 m Höhe, wurde der Genuss jäh unterbrochen. Rastch! Die Torspitzen haben sich doch tatsächlich bewährt und meinem Hosenbein einen bis dahin unbekannten Lüftungsschlitz hinzugefügt. So nahm ich die Gelegenheit wahr, mich des nächtens im Nähen zu üben.


nähen um halb vier

Tags darauf stand noch die Besichtigung der Buchbinderei auf dem Programm. Auch heute noch können manche Wünsche nur in Handarbeit verwirklicht werden, wenn z.B. Pergament verarbeitet werden soll. Die Ehrfurcht vor dem Buch stieg in den Tagen von Leipzig.


Speck's Hof




in der Nikolaikirche
Kommentare (0)  Permalink

Kommentare

Einen Kommentar hinzufügen

Dieser Blog unterstützt gravatare.
Die Email Adresse wird nie veröffentlicht.
Kommentarspam wird gelöscht!

Name*
E-Mail
For Spammers Only
URL
Kommentar*
E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren zu diesem Eintrag
Speichere meine Daten (braucht Cookies)